Auf den Spuren der akademischen Reitkunst 26.gif

 

Friesenhengst Rikko im Auslauf

Als Barockpferd bezeichnet ein Pferd mit einem Körperbau, der den in der Zeit des Barock in Mitteleuropa typischen Pferden ähnelt bzw. die unmittelbar und durch Zuchtbücher nachgewiesen von diesen Pferden abstammen. Man könnte diese Rassen auch als iberogene Rassen bezeichnen, da sie allesamt unter ihren Vorfahren einen ausgeprägten Anteil an Pferden von der iberischen Halbinsel haben, die im Barock an den Höfen Europas sehr beliebt waren. Bedeutend für die Definition dieser Rassen ist weiterhin eine systematische, koordinierte Zucht, zumeist durch die Königshäuser, die sich auf ein Zuchtbuch stützt, so dass die heutigen Barockpferde sich häufig bis in die Barockzeit zurückverfolgen lassen. Charakteristisch waren zu dieser Zeit etwas kleinere Pferde (ca. 150-160 Zentimeter Widerristhöhe) mit eher kurzem Rücken. Diese Pferde sind oftmals besonders für Lektionen der Hohen Schule geeignet.

 

Als Meister der klassisch barocken Reitweise zählen unter anderem Richard Hinrichs, Bent Branderup, Baucher und Phillipe Karl.

 

Üblicherweise gelten folgende Rassen als Barockpferde:

 

 

Beim Frei-Longieren

 

Hohe Schule bezeichnet in der klassischen Reitkunst die Pferdedressur des höchsten Schwierigkeitsgrades.

Man unterscheidet zwischen den Lektionen der Schule auf der Erde und den Lektionen der Schule über der Erde, die auch als Schulsprünge bezeichnet werden. Die Fachliteratur und die einzelnen Lehrstätten der klassischen Reitkunst bezeichnen die Lektionen zum Teil unterschiedlich. Auch werden unterschiedliche Lektionen zu denen der Hohen Schule gerechnet.

 

Schule auf der Erde

Schule über der Erde

 

 Einige Namen der Klassischen, barocken, akademischen Reitkunst

Egon von Neindorff (akiv: Reitinstitut Egon von Neindorff Stiftung)

Bent Branderup (aktiv)

Richard Hinrichs (aktiv)

Phillipe Karl (aktiv)

Marius Schneider (Schüler von Bent Branderup, Ritter der Ritterschaft)

Anja Beran (Schülerin von Manuel Jorge de Oliveira (Portugiese, Anhänger des berühmten Nuno Oliveira und trotz Namensgleichheit nicht mit ihm verwandt))

Johannes Beck-Broichsitter (Schüler des Oberbereiter Johann Riegler, Spanische Hofreitschule, Phillipe Karl, Helmut Beck-Broichsitter)

 Horst Becker (Schüler von Freddy Knie, Kurt Albrecht/ Dir. der Spanischen Hofreitschule)

David William De Wispelaere (amerikanischer Grand Prix Reiter, Champion Stilspringen, Westernreiten, klassische Dressur)

Gerd Speicher (klassisch barocker Ausbilder, gelernter Pferdewirt, Schüler von Richard Hinrichs)

 

 

Gerd und Rikko on Show

 

 

 

Seit August 2010 bin ich nun Mitglied im Reitverein Dhünn und reite dort das Pferd meines Freundes. Rassetypisch kein richtiges Barockpferd, aber ursprünglich mal bis M Dressur geritten (S-Lektionen ausgebildet). Von Körperbau und Ausbildung bietet sich eine Korrektur in akademischer Weise somit an. Hierzu habe ich mit unterschiedlichen Arbeiten, u.a. der Bodenarbeit wie Grundlagenarbeit (Gehorsam, Vertrauen, Gymnastizierung), Doppellongenarbeit und Zirzensik (Kompliment, Plieé, Spanischer Schritt, Podestarbeit) angefangen. Meine Leidenschaft gilt den Seitengängen (Travers, Renvers, Schultervor und Schulterherein und den Traversalen in allen drei Gangarten). Dazu erhalte Unterricht bei meinem alten Freund Gerd und nehme regelmäßig an Dressurseminaren von Johannes-Beck-Broichsitter, Zirzensik bei Peter Pfister teil. Gerne möchte ich auch ein Seminar bei dem Meister Hinrichs oder Bent Branderup belegen. 

Morgenarbeit

Weihnachtsquadrille RFV Dhünn 2010 Unterricht bei Horst Becker, Equitana 2011

 

Traversale n. links

 Faro und ich in der Piaffe am Knotenhalfter (durfte Peter Pfisters eigenen Arbeitssattel ausprobieren, Faro lief darunter freudig wie ein junger Gott, Piaffe findet er anstrengend und zieht daher ein Gesicht :-) )



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